weiter geschrieben am 29.7.2018

Herodesglacis Teil 3

Francois Boucher
Francois Boucher
Josef Himmel
Josef Himmel

 

 

o1.     Kalenderblatt

o2.     Masken

o3.     Gaswerkstrophe

o4.     Tulpenweg

o5.     Jacob Schmeichel

o6.     Schleierblick

o7.     Emser Tierbude

o8.     Krüppellied

o9.     Lügenbrief

1o.     frische Ware

 

 

11.     Flussperlkette

12.     Fanfarenspiel

13.     Witwenclub

14.     Kassensturz

15.     Bastard Tom

16.     Novembertag

17.     Bibergeil

18.     Tante Lore

19.     Regenbad

2o.     Barschangelei

 

 

21.     Weiberspiegel

22.     Streichholzhändler

23.     Saunalachen

24.     Rotweinweinen

25.     Etagenbett

26.     Gliederpuppe

27.     Frauenrock

28.     Notenblatt

29.     Frauenbad

3o.     Kairoer Markt

 

 

31.     Restaurator Fritz

32.     Montagsbraten

33.     Regenlied

34.     Kirchenglocke

35.     Stundenglas

36.     Sekundenblick

37.     Mira Kettenspan

38.     Telefonat

39.     Mainz im Regen

4o.     Liebespreis

 

 

41.     Tochteraugen

42.     Kinderweg

43.     Stadttorblick

44.     Kesselflicker

45.     Venedigwind

 

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o1.     Kalenderblatt:

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unbekannt
unbekannt

vorbei, wie viele in der Reihe. Tage, die Vergangenheit

bedeuten, was war damals los? Wie begann der Morgen?

was zu Mittag, wer am Abend schlüpfte in ihr Bett?

Sekundentag. Monatstag. Jahreszeit? Immer bereit,

das Schicksal anzunehmen. Hat sie an diesem Tag

gegeben oder genommen aus der Pracht? Sie erinnert

und ein Bild vor Augen öffnet sich, sie hatte einen Vers

aufs Blatt geschrieben, unleserlich, schwanger war sie

da gewesen. Jasmin nun in der Mitte und Michaela,

großes Kind, beide aus der Rink geboren, der schon länger

eine Neue, wieder mit zwei Kindern, ihr der Name ist

geblieben. 22. Woche. Ende 80er. der 30. im Monat Mai.

sie erinnert sich, ein Sonnentag zum Reimen. ihre Kleinste

fast dabei.

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o2.     Masken:

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unbek.  Meister
unbek. Meister

Hollywood ist ein Ort, wo sie dir tausend Dollar für

einen Kuss bezahlen und fünfzig Cents für deine Seele.

Marilyn Monroe

Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muss ihm entgegen gehen.

Aristoteles Onassis

Alle Männer haben nur zwei Dinge im Sinn: Geld ist das andere.

Jeanne Moreau

Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, umso besser wird sie bezahlt.

Mark Twain

Wer angreift, verliert sein Gesicht.

Aikido- Weisheit

 

Als die Zigli 1981beschloss, nun auf dem Strich und ihrer Kinder Leben zu tragen, las sie ihre gesammelten Zitate, die sie in einem Heft geordnet hatte, nochmals aufmerksam durch. Viele Gesichter ihres kurzen Lebens wurden zu ertappten Larven und zogen vorbei. Wenn es ums Geld geht, sich jeder selbst der Nächste, sie wusste, es ging um jeden Brocken Fleisch.

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o3.     Gaswerkstrophe:

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Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.

Demokrit

Als Rink Ende 70 nur noch trank, sie an den Haaren

durch die Wohnung schlug, zog er dann aus und sie meisterte den Tag, so gut es ging mit beiden Töchtern.

Er zahlte nur und meist zuwenig, arbeitete als angelernter  Maschinenführer auf Schicht. Beide nun die Schulden, Miete und Strom am Hals, sie die enge Schlinge spürte, beide Kinder auch mal seelisch krank, schnelle Bindung wollte sie nicht und viele Tage wurden schwer. Oma dann beerdigt, nur noch Mutter und sensible Schwester, Verwandte drum herum und Freundin noch.

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o4.     Tulpenweg:

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Hans Makart. fünf Sinne
Hans Makart. fünf Sinne

Geld ist der sechste Sinn. Der Mensch muss ihn haben,

denn ohne ihn kann er die anderen nicht voll ausnützen.

William Somerset Maugham

Sie hatte ihn geheiratet, weil kein Besserer in der Gegend, ein anderer ihr Herz berührt, dieser die verliebte Jungfrau in sein Bett, hat auch tagelang geführt. Die neue Wohnung dann bezogen, 3 Zimmer, Küche, Bad, erstes Kind schon  unterwegs, Rink als Ritter auf den Schrank mit Stehbar stolz, eine Harley und vorher zweite Tochter kamen noch dazu.

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o5.     Jacob Schmeichel:

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Dix
Dix

 

Glatte Worte und schmeichelnde Mienen vereinen

sich selten mit einem anständigen Charakter.

Konfuzius

Es fehlte Geld, es fehlte Sex, ihr fehlt so viel und Jakob Schmeichel bemerkte dies, erzählte von der weiten Welt und unterschrieb auch spätere Brief im Knast immer als Ulli, der Pirat. Ganzer Körper tätowiert, schon

Adelsheim und Schwäbisch Hall, dann Cafe Landes, letzter Donnerhall. Mit Heroin gedealt und konsumiert lebte er ganz ungeniert, dauernd auf der Such auf gut Partie, den lernte sie auf Partys kennen. Dieser nach dem letzten Knast Maria, die in einer Bar geschafft, ehelicht und pachtet, kauft auf Raten-, seine Maria, Italienerin, im eigenen Bordell als Chefin schafft. Auch dieser Ungemach die Zigli, sie könnte viel erreichen, bei einer Party, wo die Zigli interessiert den Schmeichel übers Leben fragt, ihr Mann, der Rink, wie ein Wilder über die Fensterbrüstung, Erdgeschoss ins Zimmer und alle fest ins Auge nimmt,  besonders in der Küche Jacob Schmeichel lebt.

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o6.     Schleierblick:

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Keine Beleidigung würde mich so hart treffen,

wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.

James Gardner

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o7.     Emser Tierbude:

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Paul Meyerheim
Paul Meyerheim

Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige

und kurzbeinige Geschlecht das Schöne zu nennen,

konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte,

männliche Intellekt fertig bringen.

Schopenhauer

 

Blasen, du kannst auf verschiedene Art mich ficken, wichsen tu ich deinen Schwanz, küssen nicht, so die erste Info im Gespräch. Autostrich. Frankfurter Land. wir können auch aufs Zimmer gehen, ach lass dir Zeit dabei.

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o8.     Krüppellied:

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favim.com
favim.com

Ein Mann ist lediglich das Ergebnis eines verkrüppelten Chromosom

Graf Fito

 

Ich bin ein Kaufmann aus der Mitte Bern und hab es

gern, wenn du dich drehst, verbiegst, mich stimulierst, nicht betrügst und mich als Mann befriedigst. Ich freu mich, wenn du löhnst und mir ein bisschen Ehre lässt,

ich bin alleine auf der Welt. Komm, hol eine Flasche

Sekt und wenn dein Wort mich neckt, vergeb ich Dir,

du  Sündenschwer, auch in Gedanken ich bei meiner

Frau. Ich freu mich, wenn du lachst und mir ein wenig Leben bringst, ich bin alleine auf der Welt. Schau hier, mein neuer Benz und weißt, wie schwer verdient die Kohle ist, die ich dir in den Rachen werf. Ich freu mich, wenn du Gedanken teilst, ich bin alleine auf der Welt.

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o9.     Lügenbrief:

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Horst Janssen 1982
Horst Janssen 1982

Ich bin zufrieden, wenn meine nächste Ehe die Haltbarkeit

von Joghurt überdauert.

Elizabeth Taylor

 

so der Anfang ihres Briefs und meine für dich verlaufenen Schuh werf ich auf den Müll und deine Küss dazu. Ich hab den Arsch mir aufgerissen, hab gekocht, geputzt, die Kind geboren, dich auserkoren, unser Held. Wie hast du dich verändert, mir geschworen, du wolltest immer lieb zu uns sein. Schau dir meine Sohl, die Hacken und die Schnalle, seh dir bei Gelegenheit auch das alt und schimmernd Leder an, sie wären zum Besohl bei guter Pflege schön gewesen, nun werden sie wie du im Müll in Einsamkeit verwesen, bis zu wieder eine Neue hast, ich hab dich mal geliebt, du aggressiver Trinker- Lügenbrief.

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1o.     frische Ware:

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Hans Makart
Hans Makart

Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen

Erich Kästner

 

Der erste Tag im Puff hinter großem Fenster, frisch aufgemotzt mit schöner, junger Haut, Kundschaft läuft im Schlenderschritt, geiler Blick aufs frische Hurenfleisch, die Neue auf der Wurstsupp angeschwommen, werden wir schon kriegen, zu Fuß kam sie allein herein. 9 Freier nahm sie an diesem Tage mit hoch aufs Zimmer, 2 bleiben eine Stunde lang, einer war der Diener. Sie sollt ins Handwaschbecken pissen, einer wollte dieses sehen,  einer hätt sie gern für fest, ein andrer gab sich selbst den Rest, frische War ist angesagt.

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11.     Flussperlkette:

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von Czachorski
von Czachorski

Sie hatte gutes Geld verdient, 3 Monat lang. Sie die ganze Nacht im

Fenster und einer nach dem anderen im Zimmer stand. Extrawünsche, Sekt und aus der Küche Schnittchen, rheinischer Kaviar. Da kam ein Händler in Sachen Schmuck ins Haus der Sieben. Elsa schaut sich’s Angebot, Schildplattedelglanz, eine große Kette weißer Perlen, rose gelüstert und schön mittig gebohrt, jede aus dem Fluss und 6mm groß, ein Schmuck, Verschluss in purem Gold, besetzt mit Diamanten, auch als Erbe wert. Sie kauft mit Zertifikat und auch Vertrag, Hehlerware wollte sie nicht, das nächste Mal ein Ring dazu und gelaufen war der Tag.

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12.     Fanfarenspiel:

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Es kamen angekobert zwei Männer an ihr Domizil. Der eine etwas schüchtern, der andere schon jung senil, so Elsas erster Eindruck dieser beiden. Sie wollten ficken und wie die Preise, Elsa dieseihnen sagt ganz leise, weil nebenan die ältere Kollegin einen dicken Freier hat.Er will mit seinem Freund nen flotten Dreier mal probieren, sein Kumpel würd aufs After spekulieren, er selbst um seinen Schwanz die Fotze spüren und was das alles kosten will. Das käm drauf an, wie lange beide Gäste wären, eine Stunde 600 Mark, da kann´s noch Extras geben. Sie könnt sich schminken, wie die Herren wollten, sie könnt auch schöne Wäsche und das Bett noch frisch beziehen, Sekt als Aufputschmittel, der eine wollt zuerst an einem Joint noch ziehen, dann alles war besprochen, Elsa hatte Geld gerochen und bat beide lieb herein.

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13.     Witwenclub:

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Getty Collection
Getty Collection

Im Inserat ein Witwenclub, da stand, es werden Neue noch gesucht, es gäbe Prämien, Prozente und für das Mitgliedsgeld auf die Rente noch was dazu. Elsa wählt die Nummer und erzählte einer Frau von Gebbel ihre kurz und die versprach ihre Anteilnahm an der Geschicht und was die Elsa alles hat erlebt in ihrer kurzen Ehe. Der Club zählt 17 Frauen, die fast alle abgehauen oder wo der Mann gestorben, keine wär total verdorben, alle im Kern sehr gut, nur enttäuscht, nun gut. Am nächsten Tag ein Treffen, noch vor der Schicht die Elsa spricht, sie werde kommen.

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14.     Kassensturz:

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Schweizer Herrengruppe
Schweizer Herrengruppe

Eine Schweizer Herrengruppe hatte sich per Telefon bei Elsa angesagt, am nächsten Tag die wollten schon erscheinen. Die Zigli macht sich frisch, rasierte sich die Beine und gab dem Geschlecht nen neuen scharfen Schnitt, legte die Pariser schön verteilt aufs Bett, zog sich neue Strümpfe an und einen Slip, der vorn und hinten offen war, dehnte ihre Finger, cremte ein den Mund, tuschte und make upte sich, wählt sich dann den Finger wund, weil noch Sekt, die Herren konnten kommen, die Stühl zum Warten waren auch bestellt. Das ganze Haus geschmückt, wenn die erst, es waren auch noch andere Damen da, die keine Kostverächter waren.

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15.     Bastard Tom:

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Sie hatte sich fest vorgenommen, ohne Loddel auszukommen, nur in die eigene Tasch zu schaffen, doch dieser Tom mit seinen blauen Augen und der schönen Stimme, sie mochte ihm dann glauben. Auch sein Körper war sehr schön mit guter Haut auch überzogen, Nägel frisch geschnitten und sportlich jeden Tag, geduscht, sie konnte gar nichts sagen. Seine Geldgier schlug ihr auf den Magen, es kamen ihre Töchter fast zu kurz, auch für die Rente blieb nichts liegen, so macht sie wieder Schluss, er blieb als Bastard in Erinnerung.

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16.     Novembertag:

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Ein Jahr ging fast zu Ende, als sie ein Foto sah, das die jung Familie zeigte, wo sie noch ein Gefüge, sie wollt es erst weglegen. Dann sah sie noch einmal, auch ihren Ex im Hintergrund, angesoffen er damals auch schon, zu dieser Zeit aber noch ein Lieber war, sie dachte lang zurück, elend, wie er sie geschlagen, sie dann schwer missbrauchte und an den Haaren durch die Wohnung zog. Die hat sie beim Friseur gelassen, nun sieht sie dieses Bild und befragt Erinnerung, das dieser hat die Schuld daran, das sie als Hure leben muss, sie wurde weinerlich und war allein, die Kinder schon im Bett.

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17.     Bibergeil:

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by Cindy Sherman
by Cindy Sherman

Auf der Strasse voll im Abenteuer, Fick um Fick fürs liebe Geld, kam eines Tags der Robert Neurer, wollte sie bumsen im dicken Benz, vorher soll sie das mitgebrachte Elixier auf einen Zug austrinken. Was das wär, sie kenne so was nicht, er nur, es würd die Stimmung heben, man soll im Leben alles einmal ausprobieren. Ihr wurde heiß, ihr wurde kalt, die Nippel standen aus der engen Bluse, der Kitzler und die ganze Möse juckte, sie wollte einen strammen Schwanz, er hat ihr Bibergeil gegeben und bezahlte auch ganz nett, vergangene Toberei im Daimlerbett.

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18.     Tante Lore:

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Klimt
Klimt

Die war fast die Einzige, die zu der Zigli hielt, als sie den Hurenweg beschritt, ihr Geld durchs prostituieren sich verdient, nur wollte die dann alles und die Elsa weigert sich, die brauchte nicht alles gleich zu wissen, was diese der Verwandtschaft zählt.

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19.     Regenbad:

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Eleonorenfalke
Eleonorenfalke

Sie lief mit ihren Kindern durch die Felder, sie hatten einen Hund von einer Freundin mit dabei. Sie sahen Bäume, Ackerfläche, Randbewuchs und auch grüne Brache war dabei. Ein Baumgeäst, sie sahen alle hin, ein Vogel darauf sich befand, ein Regenguss sie zwang zum Unterstand, als er vorbei, der Vogel sich dann schüttelnd hin und her, sich aus der Nässe wand und weit in die Ferne flog, als sie das Foto von dem Falken in ihren Händen hielt, das sie damals schnell gemacht, sie und ihre Töchter sich erinnern sich.

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2o.     Barschangelei:

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Sie war des Nachts auf frischer Schicht, 5 Freier schon im Auto sie hat durchgefickt, als Herbert mit einem Volvo kam, das Fenster runter ließ, er will ein Foto machen. Was das für Foto wäre, er, er wär ein Angler und wolle einen Fisch in ihrer Votze filmen, wie sie ihn drückt heraus, ganz einfach in ein Netz, das er gespannt in seinen müden Händen hält. Und was will er mit dem Fisch, der würde doch nur stinken? Und was soll sie mit den Schuppen, die ihre Möse schleimig machen? Das kostet extra Geld.

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21.     Weiberspiegel:

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Bernado Strozzi
Bernado Strozzi

29.7.2018

Alleine im Bordell, was soll der Tag noch bringen? Geld kommt in der Regel schnell. ansonsten wird es ihr und ihren Kindern schnell zu viel. das Leben ist zu teuer und die Bude hier zu kalt. die nackten Weiber um sie rum scharwenzelten und singen, hoffentlich der erste Freier heut schon bald. achtlos lief sie am Spiegel erst vorbei. beim zweiten Mal schaute sie hinein und erschrak. was waren das für neue Falten was lachten die so hämisch? was war da neu, ein graues Haar. warum sie so verloren schaute, warum sie so entrückt? sie sollen sie in Ruhe lassen und Gabi wär verrückt. 

22.     Streichholzhändler:

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Dix
Dix

Ach war das in Frankfurt doch ne schöne Zeit. als sie noch frisch und jung so unbedarft an ihrer Ecke stand und sich ausmalte wie die Freier nacheinander, sie mit der Peitsche obenauf. die Wahrheit war sie musste fast für jeden Penny schuften wie ein Tier. elend und vergnüglich nur. an einem Tage obenauf am anderen ganz unten. an einem Tag ein Tausender am anderen nur stier. sie wollte endlich leben. Sekt und Kaviar. und ihre Kinder brauchten Kleidung. verdammt war dieser Monat leer. sie nahm jeden Freier der sich bot. und vergaß dann ihre Not. wie der Streichholzhändler Dix stand sie in ihrer Straße und lachte mit den Dirnen. wie tot im Zug nach Hause. was wird der nächste Monat bringen?

23.     Saunalachen:

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Nolte
Nolte

wisst ihr noch den mit dem Ziegenbart? na klar. oder den mit seinem Faible? wo du die Tante spielen musst? ja. oder die 2, wo der uns die Scheckcard gab, eine  von uns sollte aber nur 300 holen? was hat der für einen Aufstand dann bei uns vollführt, die Maria hätt 2000 DM abgeholt. alles was er noch hatte. oder der,  der von seiner Mutter einen Brief dabei, in dem stand, das wenn er bei Huren sei, sie nicht für die Bezahlung garantiere, da er nur Taschengeld von ihr bekäme. Hatte aber 500 Mark dabei. die von seiner Mutter gestohlen. was haben wir über diesen Esel so derbe dabei gelacht.

24.     Rotweinweinen:

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Irene Mischak
Irene Mischak

was bin ich für eine arme Sau. das ich mich hergeb jeden Tag und jede Nacht. für was mach ich das eigentlich? nur weil ich vor lauter Geilheit nicht mehr laufen konnt? weil ich an jeder Ecke Schwänze sah? weil ich verzweifelt schon um jede Mark, weil ich auch etwas vom Kuchen wollt und Freier gab es ja genug. was hab ich zu Anfang gut verdient. Hurra. die Welt an mich ich komme. Hurra. Hurra. wie weit ist es nun mit mir gekommen? das ich vor Lüsternheit gar nicht mehr. die pure Geldnot zwingt einen doch mit der Zeit auf die Knie. ich muss in die Gänge, ich muss auf jeden Fall, egal wie dicht der Rausch, ich muss auf jeden Fall morgen in aller Früh. ich muss den neuen Tag beginnen.

25.     Etagenbett:

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was war das für eine schöne Zeit, als ich noch mit meiner Schwester im gleichen Zimmer im Etagenbett, was war das so schön mit der zu spielen. Puppen hatten wir genug. auch einen Laden. nur der Vater fehlte. das saufen bringt keine Heldentaten, wie Mutter so schön sagt. was war das für eine schöne Zeit die ersten Jahre meiner Jugend. bis ich in die Schule kam. ab da kann ich mich gut erinnern. bis dann der Jürgen in mein Leben trat. und ich ihn rausgeschmissen.

26.     Gliederpuppe:

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Ferdinand Dorsch
Ferdinand Dorsch

Soll ich mich biegen edler Herr? soll ich mich beugen, oder mich verdrehen, soll ich mich schön verneigen oder ihnen an den Schwanz, die Vorhaut gehen? soll ich mich selbst bedauern und sie lobpreisen, das sie sich mit mir auf ein Techtelmechtel? soll ich sie als Hans Emil oder Sepp, wie wollen sie heut heißen? wollen sie noch eine Dame, ich habe da eine an der Hand, die macht alles ich bin sozusagen heut ihr Pfand.

27.     Frauenrock:

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unbekannter Maler/in
unbekannter Maler/in

Sie möchten mal darunter schauen? und hoffen schwer, auch mal zu sehen?  Sie möchten hoffentlich nicht noch darunter fassen? Sie werden hoffentlich doch sehr. lassen Sie doch Ihre Finger. heben Sie sich bitte auf. laden Sie mich doch erst einmal zu einem Glase Sekt. ich verspreche nichts doch sehr. soll ich wirklich meine Notdurft hier verrichten? soll ich wirklich. ich erschrecke mich vor Dir. lassen Sie doch Ihre Finger. ich vergesse mich, ich lass es sein. Sie sind was ich vermutet ein ganz großes Schwein.  Bitte keine Fotos. ich ersuche Sie ganz höflich. sowie Sie fotografieren verpiss ich mich. ich warne Sie. leg Dich unten drunter. Hannes Klein.

28.     Notenblatt:

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Siss
Siss

Es war Sommer. als ich mit Uwe ging. es war Sommer, als wir zum Liebesspiel. vereinte spanische Sonne. was war der Urlaub schön. meine dritte Tochter. der Samen war gelegt. was kannte ich denn schon von dieser Welt. Venedig und Mallorca. Hurra ich lebe noch.

29.     Frauenbad:

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Giuseppe Cesari
Giuseppe Cesari

Ich will den Schmutz nicht mehr. will endlich in ein ordentliches Leben. eine Umschulung als Sekretärin wäre schön. Leben als einfache Hure ist zu schlimm. auch dem Jordan immer noch gefügig, und auch dessen Sohn. was macht man alles nicht, wenn es zu eng, was macht man nicht für`s Geld. ich will endlich wieder leben. versteht ihr mich? Nein. uns gefällt der mitleidlose gut Beruf.

3o.     Kairoer Markt:

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Lovis Corinth
Lovis Corinth

Endlich wieder ein Geschäft. auf nach Ägypten soll es gehen. ein reicher Monteur hatte sie angerufen, sie solle kommen er bezahlt dafür. In den Flieger Kairo raus. Taxi in die Altstadt. bei Siemens arbeitet der. altes Hotel preiswerte Zimmer! ob der hier auch längerfristig wohnt?

Egal. das klopfen an der Tür. Hallo Servus Schatzi. kennst mich noch? Natürlich Herbert. wie könnte ich. willst du immer noch die Sachen? oder hast was Neues ausgeheckt?

ich habe die Wäsche unten drunter, willste mal sehen?

was ich soll mich erst mal setzen. ok.

31.     Restaurator Fritz:

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über dies Kapitel will ich schweigen. ich verkaufte mich mit Haut und Haar. immer geil und lüstern. Hauptsache Geld war da.

32.     Montagsbraten:

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Soll ich meine Töchter? soll ich oder soll ich nicht. genügend Freier frugen. soll ich oder soll ich nicht.

33.     Regenlied:
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ein kleiner Film mit mir und einem Modell. wir sollten nachts einfach auf der Straße warten. beide nackt und zittern vor Begier. so saßen wir und fröstelten. wir tranken aus der Flasche Wodka mit Bier. der Mercedes hielt, ob wir froren und was wir hier? wir sind hier nicht zu Hause. kommt ihr? beide Ärsche wurden fest geschlagen jeder musste schwer gefügig sein. der Schwule ward belästigt.

jammerte wie ich. ich konnt nicht mehr. ein Riesen-Dildo bekam ich noch zum Schlucken. Piss und Kacke fest. mir war zum kotzen. was hatte ich das Ärsche lecken satt.

34.     Kirchenglocke:
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Millet
Millet

Ob ich nicht den Vater meiner dritten Tochter heiraten will oder wenigstens möchte. fragte er mich dauernd. obwohl ich mich nicht mehr binden wollte. es wäre für das Kind das Beste, sagte er und immer dringlich. ich solle doch bedenken, das ich gut verdiene und er den Haushalt macht. dachte er sich so. seine Zockerleidenschaft, sein Verhalten und sein mangelnder Verstand. er höre schon die Glocke schlagen. ich nicht.

35.     Stundenglas:

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Teniers
Teniers

Pornofilm. der dritte. ihr Part bestand aus einer kleinen Rolle. in einem mittelalterlichen Wirtshaus (einfach möbliertes Zimmer) durfte sie das Stundenglas auf Kommando drehen. wenn sie es fallen lies wurde sie bestraft. in der Mitte könne sie mit der Hand drei rüde Gesellen, am Ende einen Bettler noch oral bedienen. dann waren alle Ärsche über den Stühlen aufgereiht und sie musste still ertragen. durfte in Gedanken klagen.

36.     Sekundenblick:

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Bouguereau
Bouguereau

sie fuhr mit einem Bekannten in dessen Auto. in die Stadt zum Kaufhof wollte sie. sie konnte sich etwas für ihre Wohnung kaufen als sie neben sich den Manne sah. kokett versuchte sie den Blick zu senken, der Typ sah zu gut aus.

und er winkte mit der Mütze, Winter war`s. verlegen griff sie sich ans Ohr, der Ohrring saß zu fest. schnell überlegte sie, wie stellt sie es an, das sie mehr von diesem Mann bekam. Sie müsse an der Ecke raus. ok. und ging dem

Typ entgegen, der zu ihr sah und lachte. wieso lacht der?

und lächelte zurück. und sprach ihn an. er soll entschuldigen, sie dachte, sie kenne ihn. das mache gar nichts. er freue sich. schnell kamen sie ins Gespräch und er lud sie auf einen Kaffee, sie willigte ein. doch im Gespräch stellte sich heraus, in einer Ehe also Freier. lies sich in den Kaufhof fahren kaufte ein. 

37.     Mira Kettenspan:

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Gustave Courbet
Gustave Courbet

Mit diesem Namen inserierte sie mit Bild. es hörten 100 Freier die automatisch Bandansage. kamen etwa 20 und sie durfte alles zeigen. als gebuchtes Fotomodell.

38.     Telefonat:

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Irene Mischak
Irene Mischak

ganz schlimm als sie durchs Telefon erfuhr, das ihre Mutter ward gestorben. Zungenkrebs, das essen fiel der schwer. sie brauchte lange Zeit, um sich zu erholen. zu schwer der Verlust und der Gedanke: sie war.

39.     Mainz im Regen:

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per Anhalter nach einer Autopanne unterwegs. der Daumen hoch doch niemand wollte halten. bis auf Heiner, Meister, der als Autoschlosser half. auch bedankte sie sich schön. ob sie ihn nicht heiraten wolle. er verdiene gut und könne ihre Geilheit gut vertragen.

4o.     Liebespreis:

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für eine Nacht. mit küssen und so weiter. Olaf, 28. hieß der Freier. noch nie ne Freundin gehabt. Geld gespart für eine Nacht.

41.     Tochteraugen:

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Bouguereau
Bouguereau

ihr wurde schwer ums Herz als ihre große Tochter Mama fragte, was sie denn jede Nacht so mache, wohin sie gehe und wo sie schafft. Ihre Mutter passte auf die Mädels auf und so wussten sie früh Bescheid.

42.     Kinderweg:

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Bouguereau
Bouguereau

sie suchte sich ihren Weg. schon früh sah sie sich nach einem Manne um. nur weg aus dieser Enge von zu Hause. hinein ins Abenteuer Ehe. Liebe war so schön. nur träumte sie vom großen Glück. das dieser Rink ein Trinker war, störte am Anfang nicht.

43.     Stadttorblick:

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Meyerheim
Meyerheim

das einzige an Kunst war Spitzweg, den sie kannte.

wegen seiner schönen Bilder. von engen Gassen und

der Liebesbrief. vor den Nachbarn hatte sie immer

Mores. besonders als der Rink durchs offene Fenster kam, und besoffen randalierte.

44.     Kesselflicker:

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Meyerheim
Meyerheim

als der sie nur noch schlug, wollte sie weg. wie die Zigeuner um die Länder ziehen. wie die Kesselflicker an jedem Tag an einem anderen Ort.

45.     Venedigwind:

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Peter Hofmann
Peter Hofmann
Ralph Wormeley Curtis
Ralph Wormeley Curtis

der schönste Urlaub ihres unbedarften Lebens.